Sonntag, 1. November 2009

Halbseidene ...

nach einer kleinen Inventur meines Gefrieres habe ich noch ein Päckchen Fleisch vom Galloway Rind gefunden. Am vergangenen Samstag hatte ich es hier in der Nähe bei einem Verkauf direkt ab Zuchthof erstanden.
Aber was nun dazu reichen ????
Spätzle hatten wir gerade erst Gestern, also endlich mal das Rezept für "Halbseidene " ausprobiert..hoffentlich klappt es . Zur Not befinden sich noch selbst gemachte Bandnudeln im Gefrierer :-)
Ich habe mir aber ganz unnötig Sorgen aber das Gelingen der "Halbseidenen " gemacht.
Das Rezept habe ich vor langer Zeit mal in dem alten handgeschriebenen Kochbuch meiner Oma gefunden. Ich habe mich aber nie heran getraut, weil mir die Menge der Milch (und überhaupt heisse Milch )  in Verbindung mit Kartoffelklössen immer etwas suspekt vor gekommen ist.
Aber ......
Sie sind perfekt gelungen und haben köstlich geschmeckt.




Zutaten für ca. 10 Klösse:

1 kg Kartoffeln ( ich habe hiesige Sieglinde genommen )
Salz, etwas frisch geriebene Muskatnuss
200 g Speisestärke
300 ml heisse Milch

die Kartoffeln in der Schale kochen und noch heiss durch die Presse drücken und ausgebreitet auskühlen lassen.
Dann die Kartoffeln mit Salz, Muskat und der Speisestärke locker mit der Hand durchmischen.
Dann die heisse Milch darauf giessen und zu einem Teig kneten.
Diesen Teig ca. 15 Minuten ruhen lassen, dann mit nassen Händen Klösse formen, geröstete Weißbrotwürfel in die Mitte geben.
In siedendes Wasser geben ( nicht kochen ) und dort ca. 20 Minuten ziehen lassen.


Kommentare:

  1. Kartoffelknödel hab ich bis jetzt noch nie selbstgemacht - sind auch nicht unsere bevorzugte Beilage. Wird aber mal ausprobiert.

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  2. dass die zusammenhalten mit der vielen Milch und ohne Ei, hätt ich nie geglaubt. Wobei ich ja auch schon mehlfreie Kartoffelgnocchi mit Speisestärke gemacht habe.

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  3. Kartoffelklöße habe ich auch nicht im festen Repertoire. Um so schöner, ein ausprobiertes Rezept zu haben. Danke!

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  4. Gut, dass sich jemand traut, sowas vorzukochen -mir geht's wie den anderen, hab nmich bislang noch ncith getraut :-)

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  5. ich kannte den Begriff "Halbseidene" gar nicht, jedenfalls nicht im Zusammenhang mit Klößen. Wo kommt der her?

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  6. @ Nathalie, Klösse sind in unserer Familie eine sehr beliebte Beilage und ich habe sie schon immer selbst gemacht...lohnt sich
    @ Robert, genau DAS waren auch meine Bedenken. So ganz ohne Ei wollte mir nicht einleuchten. Ist aber perfekt.
    @ Petra und Gabi, das Rezept ist mit Sicherheit erfolgreich und einen Versuch wert:-)
    @ Arthurs Tochter, wenn Kartoffelklösse eine geringe Menge an Stärkemehl enthalten, nicht mehr als 1/3 der Kartoffelmenge, dann nennt man sie "Halbseidene ", ist die Menge der Stärke größer als 1/3 nennt man sie " Seidene "
    Ich nehme an, das sich das Seidene auf die zarte Struktur der Klösse von außen bezieht ..

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  7. Auch für mich was Neues, vielen Dank fürs Rezept!

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  8. @ Eva die Halbseidenen gelingen, ich bin sicher, bei Dir werden sie ebenfalls perfekt !

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  9. Ich habe auch noch nie Kartoffelknödel gemacht. Nu weiß ich ja, dass es auch klappen kann :-) Ich glaube, ich trau mich demnächst mal ran.

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  10. Mit Milch habe ich Kartoffelköße noch nie versucht. Auch in Mittelfranken werden sie mit Milch gemacht. Bei uns zuhause (Oberfranken) werden sie mit Kartoffeln, Stärke und Wasser zubereitet. Auch lecker!

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  11. Peter, ich war gerade auf Deinem Blog und habe Dein Rezept für Kartoffelklösse gelesen.
    Mit Wasser kannte ich es bisher nicht, ich werde es aber beim nächsten Mal versuchen.

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